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„Jungunternehmerpreis 2007“ der Jungen Wirtschaft ging an die Hartl Anlagenbau in Mauthausen.




Die 3 Brüder – Stefan Palmetshofer, Mag. Dominik Hartl und Mag. Alexander Hartl (vlnr) – mit einem Teil ihres erfolgreichen Teams bei der Preisverleihung der Jungen Wirtschaft in Wels.

Bereits zum fünfzehnten Mal zeichnet die „Junge Wirtschaft“ Oberösterreichs erfolgreiche Betriebe aus, die mit neuen Ideen aufhorchen lassen. Sieger in der Sparte „Frischer Wind in traditionsreichen Branchen“ wurde heuer die Hartl Anlagenbau GmbH aus Mauthausen.

Hartl entwickelt und produziert seit nunmehr dreißig Jahren mobile Gesteinsbrechanlagen unter dem Markennamen „Powercrusher“. Und jede Menge Power beweist auch die mittlerweile dritte Generation des Mühlviertler Familiennternehmens. Die drei Brüder Mag. Dominik Hartl, Mag. Alexander Hartl und Stefan Palmetshofer haben 2001 das Unternehmen gegründet und zeigen seither aller Welt, wie man in einem „steinharten“ business zufriedene Kunden gewinnt.

Die Hartl-Anlagen sind seit Jahren rund um den Globus gefragt, wenn es darum geht, Stein, Beton oder Asphalt zu zertrümmern und zu hochwertigen Materialen zu verarbeiten. Und weil das Thema Rohstoffsparen derzeit überaus aktuell ist, steigt auch die Nachfrage nach Powercrushern made in Austria erfreulich an.

Das alles kommt freilich nicht von ungefähr. Sicher, die Anlagen sind technisch ausgereifte Produkte, aber das sind die der Mitbewerber meistens auch. Um weltweit derart erfolgreich zu sein wie die Hartl Anlagenbau, gehört schon etwas mehr dazu.

Ein global bestens funktionierendes Händlernetz beispielsweise, in dessen Aufbau und Pflege die drei jungen Firmenchefs viel Zeit und Energie investieren. Allein in den letzten sechs Jahren wurden 43 Händler in gut fünfzig Ländern als zuverlässige Hartl-Repräsentanten gewonnen. Durch die Bank mit Erfolg, denn mittlerweile wandern rund 96 Prozent der Produktion in den Export, vor allem nach Europa und Nordamerika. Hier wurde 2005 zur noch intensiveren Händlerbetreuung in Nevada auch eine eigene Niederlassung samt zentralem Ersatzteillager gegründet.
 


Die Hartl Powercrusher Sieb- und Brechanlagen im Einsatz bei einem Kunden in Marokko.

 

Hartl ist aber auch „Platzhirsch“ am ungemein boomenden osteuropäischen Markt. Vor allem in Russland, wo die Powercrusher aus Mauthausen praktisch überall dort im Einsatz sind, wo es gilt, Topleistungen unter schwierigsten Bedingungen zu erbringen.

In Steinbrüchen, riesigen Recyclinganlagen, aber auch bei gigantischen Pipelineprodukten wie etwa jenen der Surgut Neftegas in Sibirien. Hier schwören die Bautechniker ganz besonders auf die Hartl-Brecher. Weil die – dank speziell für Klimaextreme entwickeltem „cold climate package“ – auch noch bei Temperaturen weit jenseits der dreißig Grad minus funktionieren.

Auf die Hartl-Powercrusher setzen aber auch weltweit renommierte Bauriesen wie die Necso, Dragados, Colas oder die Strabag. Und erst kürzlich lobte auch Venezuelas charismatischer Präsident Hugo Chavez während einer Besichtigung des landesweit größten Staudammprojekts vor versammelter Presse die Hartl-Baumaschinen und deren hochqualitatives Bruchmaterial in allerhöchsten Tönen.

Das Jungunternehmertrio aus Mauthausen erstaunte die Fachwelt freilich noch mit weiteren Neuheiten. Baumaschinen müssen zwar robust und funktionstüchtig, aber deshalb noch lange keine unansehnlichen Stahlkolosse sein. Und so präsentieren sich die Hartl-Brecher schon seit Jahren in unverwechselbarem, höchst attraktivem Design auf den Weltmärkten. Bei den Ästheten der Branche fand dies natürlich ungeteilte Zustimmung und wurde 2003 auch entsprechend honoriert.
Das Modell Powercrusher  1375  wurde mit dem weltweit wohl am meisten begehrten Designpreis „Red dot award – best of the best“ ausgzeichnet.
Der Preis wird seit 1955 vom Design Centrum Nordrhein Westfalen vergeben, wobei sich die hochkarätig besetzte Jury vor allem mit der Form, Funktionalität, aber auch ökologischen Verträglichkeit der eingereichten Produkte auseinandersetzt. 2004 wurde auf der Brünner Baumaschinenmesse praktisch das „Sahnehäubchen“ aufgesetzt. Und zwar mit einer weiteren Goldmedaille für die gelungene Optik der ausgestellten Hartl-Produkte.

Junge Unternehmer wissen es wahrscheinlich noch besser als die Gründergeneration: Firmenerfolg steht und fällt mit den Mitarbeitern! Auch hier geht man bei Hartl eigene Wege. Keine Frage, dass wichtige Schlüsselpositionen ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern besetzt werden, die man sich sorgfältig herangebildet hat.

In den kommenden Jahren wird diese Investition doppelt Früchte tragen, denn an qualifiziertem Personal wird man wohl noch weit mehr brauchen. Noch heuer wird mit dem Bau eines rund 12.000 Quadratmeter großen Montagewerks begonnen, schon 2008 sollen hier gut achtzig, im Endausbau sogar rund 160 neue Mitarbeiter einem hochqualitativen Job nachgehen.

Darauf bereitet man sich bei Hartl schon jetzt ganz gezielt vor. In Enns wurde eine eigene Produktionshalle eingerichtet, wo die künftigen Baumaschinenfachleute auf ihren späteren Einsatz vorbereitet werden. Und laufend werden auch  junge Mitarbeiter gesucht, die als Lehrlinge in den Beruf des Baumaschinentechnikers einsteigen wollen.

Bislang tat man das recht erfolgreich im Rahmen zweier überaus gelungener „Lehrlingscastings“, die bei den rund zwanzig Teilnehmern ungeteiltes Lob auslösten.

Um eine Marke wie die Hartl-Powercrusher global derart erfolgreich aufzubauen, bedarf es freilich auch des ständigen Kontakts mit jenen, die mit den Maschinen arbeiten müssen. Denn die Kunden und Geschäftspartner sind es, die über Vorzüge, aber auch kleine Fehlerquellen beim täglichen Einsatz am besten Bescheid wissen.


Die neue Assemblyhalle in Enns.

Auch hier bemüht sich das Brüdertrio aus Mauthausen um engste, langfristige Kontakte, um jene Erkenntnisse zu gewinnen, die man in die Produktion einfließen lässt. Des weiteren bestehen auch beste Verbindungen zu den Universitäten und Fachhochschulen des Landes.

Eine recht umfangreiche „Zutatenliste“ also für jenen Erfolg, über den sich das Unternehmen gegenwärtig freuen kann und der sich selbstredend in den entsprechenden Daten niederschlägt.

2006 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 40 Millionen Euro was gegenüber 2005 eine Steigerung von mehr als 20 Prozent bedeutet und für 2007 wird abermals ein Umsatzzuwachs von über 20 Prozent erwartet.

Eine Auszeichnung wie der Jungunter–nehmerpreis ist für das gesamte Hartl-Team aber auch Ansporn, mit neuen Ideen, qualitativen Produkten und kundenorientiertem Service auf den Weltmärkten aufzutreten und damit das ohnehin schon ausgezeichnete Image des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich noch weiter zu festigen.