
Von der Hausfrau zur Baumaschinentechnikerin – Frau Edith Walzer und Ing. Gerhard Mikulaschek von der Hartl Anlagenbau GmbH.
|
| Bereits zum vierten Mal zeichnet das oberösterreichische Arbeitsmarktservice Betriebe aus, die sich besonders um die Ausbildung von Frauen in technischen Berufen verdient gemacht haben. Einer der diesjährigen AMS-Awards ging auch an die Hartl Anlagenbau aus Mauthausen, die als einer der führenden Produzenten und Entwickler mobiler Gesteinsbrech- anlagen weltweit tätig ist. „Wir haben uns über die Auszeichnung sehr gefreut, weil unsere Firmenphilosophie auch von offizieller Seite anerkannt wird. Aber bei Hartl war es seit jeher die Norm, dass Frauen die gleichen Chancen haben wie die Männer,“ so Ing. Gerhard Mikulaschek, der für die Personalentwicklung zuständig ist. Wobei das Mauthausener Unternehmen seine weiblichen Mitarbeiter nicht nur in den administrativen, sondern auch in vielen technischen Bereichen einsetzt. „Und wir könnten noch weit mehr Frauen beschäftigen, sind also immer an entsprechenden Bewerbungen interessiert,“ so Mikulaschek.
Technik sei, so der Personalexperte, keineswegs nur eine männliche Domäne: „Frauen können bei entsprechender Ausbildung alles, was Männer können, unsere jahrelangen betrieblichen Erfahrungen belegen das ganz eindeutig. Bei uns arbeiten beispielsweise zwei Diplomingenieurinnen im Ein- und Verkauf, eine Hausfrau, die unbedingt wieder ins Berufsleben einsteigen wollte, wird zur Zeit als Baumaschinentechnikerin ausgebildet!“ Leider sei, so Mikulaschek, bei jungen Berufseinsteigerinnen die Schwellenangst vor technischen Berufen nach wie vor ziemlich hoch. „Weil wir heuer mit dem Bau eines neuen Montagewerks beginnen, sind wir schon jetzt auf der Suche nach geeignetem Berufsnachwuchs und haben deshalb zwei Lehrlingscastings veranstaltet. Leider war unter den vielen Bewerbern nicht ein einziges Mädchen!“ Dabei stünden die Chancen, sich einen hochqualitativen Lehrplatz zu sichern, mehr als gut. Nicht zuletzt deshalb, weil auch die Zukunftsaussichten recht erfreulich sind. Die Nachfrage nach Hartl-Produkten steigt weltweit, und das Unternehmen besetzt wichtige Schlüsselpositionen seit jeher nur mit Fachleuten, die man sich selbst herangebildet hat.
|